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Sonntagswanderung am 13.09.2020

Eigentlich sollte uns die Sonntagswanderung am 13. September 2020 an  die Mosel führen und dort mit dem Besuch des Straßenweinfestes in Lieser enden. Doch wie so vieles in diesem Jahr, fielen auch die Straßenweinfeste Corona bedingt aus und damit auch unsere Moselwanderung.

Stattdessen wollte die Mosel zu uns kommen – nicht der Fluss selbst – aber die Ortsgruppe Wittlich-Land, deren Mitgliedsgemeinden bis zur Mosel reichen, hatte Interesse an einer geführten Wanderung in und um Gillenfeld bekundet.

Da sagten wir natürlich nicht nein und planten die Wanderung am 13. September als „Wandern in der Gillenfelder Maarlandschaft“ um.

Das in den Medien publizierte Angebot fand erstaunliches Interesse, denn am Sonntagmorgen füllte sich der Platz um das Backhaus mehr und mehr. Neben der 21 Personen starken Truppe der Ortsgruppe Wittlich-Land reisten Wanderer von Trier, Bitburg, Altrich, Greimerath und Nachbargemeinden an. Mit den Wanderfreunden aus unseren eigenen Reihen machten sich schließlich 40 Wanderer auf den Weg, der auf rund 12 km sämtliche Maartypen präsentierte, die wir Gillenfelder zu bieten haben. Interessiert lauschten die Teilnehmer der Exkursion den Informationen des Wanderführers, die neben den Maaren auch die weiteren vulkanischen Besonderheiten unseres Raumes thematisierten.

Von der ersten Station, dem Pulvermaar, ging es entlang den Hudebuchen und dem Römerberg zum Strohnermäärchen, von dort weiter durchs Machebachtal mit gedanklichen Blicken auf die römische Villenanlage „Stroginum“ ins Tal der Alf.

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Das sonnige und für Mitte September recht warme Wetter ließ manchen Schweißtropfen rinnen und so kam die von Dietmar Geib an der der Schutzhütte am Banz eingerichtete Erfrischungsstation gerade recht.  Nach der Mittagspause führte uns der Weg durch den Dicken Büsche schattig und angenehm zum Holzmaar und weiter auf dem Määrchen-Naturwaldpfad zum Dürre Maar und dem kleinsten Maar der Vulkaneifel, dem Hetschenmäärchen.

Eine solche Vielfalt von Maaren und Määrchen hatten die Teilnehmer nicht erwartet  und so konnten die meisten doch einiges an Wissen mit nach Hause nehmen, was sie vorher nicht hatten

Im Ergebnis geht der 13. September 2020 als ein besonderer Tag in die Analen des Gillenfelder Eifelvereins ein, denn eine so große Wandergruppe konnten wir lange nicht mehr unserer Statistik zuschreiben. Zudem die Besonderheit, dass es eine Wanderung zur Zeit einer weltweiten Pandemie unter entsprechenden Auflagen war.

Neben diesem Highlight, hat Corona unseren Wanderplan allerdings mehr als negativ beeinflusst. Das Gros der Wanderungen konnte oder durfte nicht stattfinden und so hoffen wir mit dem Planungen für 2021 auf bessere Zeiten.

Günter Schenk
Wanderführer